RPC-Jury-Award für Phönix&Affe

Blog

Auf der RolePlayConvention in Köln werden jährlich die RPC-Awards in vielen bunten Kategorien verliehen, und vorher kann man auf der Website der RPC dafür abstimmen. Zusätzlich gibt es auch noch einen Jury-Award, und da ich leider auf der Verleihung nicht anwesend war, kann ich gar nicht viel dazu sagen, wer wie was warum, aber Kai Meyer hat ihn für „Die Krone der Sterne“ erhalten – und ich für „Phönix und Affe“ – und vielleicht gab es noch weitere, aber das weiß ich nicht so genau. 😉 Warum war ich nicht da? Wir sind mit leicht geräderten Kindern um 17 Uhr von der RPC nach Hause gefahren, weil wir abends noch eingeladen waren, und die Kids waren „durch“. Ich wusste nix von der Nominierung, Feder&Schwert wusste auch nix – aber Kathrin Dodenhoeft vom Verlag war zum Glück da, um den Award entgegenzunehmen.

Das ist zwar ein bisschen komisch – auf einer Veranstaltung zu sein und sogar dort zu lesen und dann einen Preis zu bekommen, nachdem man leider schon ahnungslos nach Hause gefahren ist – aber ich freue mich und gratuliere hiermit auch allen anderen Preisträger*innen herzlich!

Ich wollte kurz etwas zum Award sagen. Ich mache mir da wenige Illusionen: Ich bin mir recht sicher, der Award gilt zu mindestens gleichen Teilen der Tatsache, dass das beliebte Rollenspiel Splittermond nun eine eigene Romanreihe hat, wie es meinem Schreibstil, meinen Themen oder generell meinem Roman gilt. Es ist der Award der ‘RolePlay’Convention, und der gilt sicherlich primär dem Rollenspielaspekt.

Trotzdem: Ich freue mich, weil wer immer ihn für auszeichnungswürdig hielt, offenbar gut damit leben konnte, dass in diesem Fantasy-Roman kein einziger Charakter weiß und „mitteleuropäisch“ ist. Eine/r der Protagonisten ist homosexuell, ein weiterer Charakter ist genderfluid. Ein Hauptcharakter ist stumm und muss somit mit einer nicht unbeträchtlichen Behinderung leben.

Ich will damit nicht sagen, der Roman hat gewonnen, weil das alles so ist, oder ich habe das alles absichtlich reingeschrieben, weil mir danach war, jetzt mal ordentlich die politische Statement-Fahne zu schwenken. Ich behaupte, „Phönix und Affe“ ist ein unterhaltsames Wuxia-Road-Movie ohne große politische Aussage.

Das einzige, was ich damit sagen will, ist: Auch in einem reinen Unterhaltungsroman gibt es viele Möglichkeiten, diverse und bunte Geschichten zu erzählen. Ich glaub, die Weichen sind längst gestellt, lasst uns einfach losfahren.

Vielen Dank für den Award!