#RSWE

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Am vergangenen Wochenende haben wir eine alte Tradition wiederaufleben lassen – das RSWE! Das RollenSpielWochenEnde ist das einzige Event seiner Art weltweit (höhö, von dem wir wissen! 😉 ), in dem zwei oder drei Gruppen eine gemeinsame, verknüpfte Story aus verschiedenen Perspektiven ein ganzes Wochenende lang zocken. Das letzte Mal vor fast 3 Jahren endete mit einer fast tödlichen Grippe, woraufhin wir die Tradition beinahe aussterben ließen. Dieses Jahr wünschte der Gatte sich ein RSWE zum Geburtstag – und es hat sich gelohnt, das Ganze noch mal anzugehen! Völlig überraschend fiel die Wahl auf Fate of the Empire – also Star Wars mit Fate-Regeln ;). Als Spielleiter fanden sich Klaus und Hannah, zudem 8 feste Spieler, die das ganze Wochenende dabei waren und 2, die je einen Abend verpasst haben. Gestartet haben wir am Freitagabend, das große Finale endete in der Nacht von Samstag auf Sonntag, um ca. 1 Uhr, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und danach wurde noch Geburtstag gefeiert. 😉

Long story short: Es war ein großartiges Wochenende, ich hatte viel Spaß beim Spielen, Kochen, zu viel Essen, zu wenig Schlafen und Quatschen. Meine Mitspieler waren alle ganz vorbildliche Premium-Rollenspieler ;), die beiden Spielleiter haben ganze Arbeit geleistet, die Gruppen und Stories zu verbinden und hatten perfektes Timing. Zudem haben wir endlich die Möglichkeit gehabt, ein prominentes Mitglied des DORPCasts in die tiefen Mysterien von Fate einzuweihen. 😉 Man wird sicherlich noch im Podcast davon hören.

Da nun aber mehr als eine Person auf Twitter Interesse an einem „Adventure Log“ geäußert haben und im katholischen Rheinland heute Feiertag war – hier meine Hälfte der Story von „Die verlorenen Episoden – Rache und Gerechtigkeit“ (eigentlich muss ich noch diverse Blogstöckchen abarbeiten und wollte auch noch von meinem Schreibkurs im Mädchengymnasium berichten – aber es ist Star Wars! Das ist wichtiger! 😉 ):

 

Debrief auf der Home-One

„Ja, klar, Ahnuka, Liebes, ich weiß, dass ich wieder zu spät zum Debrief bin, aber jetzt bin ich ja da. Ich weiß auch nicht, ob ich ne große Hilfe bin, ich habe irgendwie den Eindruck, nur die Hälfte mitbekommen zu haben. Ich … ich bin auch nicht sicher, wie ich es finde, dass von den vieren, die hier den Auftrag gekriegt haben, Moff Dostoga Prennis ‚abzuholen‘ nur zwei zurückgekehrt sind … *schluck* In gewohnt geheimer Rebellenmanier sind Ex-Imperialer Sirash Burn, Schmuggler Macs Phett, Ran Webb und ich in den Chomell-Sektor aufgebrochen, in dem die Moff auf dem Minenasteroiden PB-39 den Abbau irgendwelcher militärischer Erze inspiziert. Wir hatten Informationen, welche Route sie nimmt, und den Auftrag, sie dabei abzufangen und sie in die Expansionsregion nach Gluatra zu ‚entführen‘. Die 6000 Sklaven, die dort langsam in den Minen bei Minusgraden vor sich hin vegetieren, nahmen wir uns dabei auch noch vor … Wir hatten aber nur fünf Stunden Zeitfenster und Macs‘ geliehenen, altersschwachen Transporter, die Old Lady.

Um nicht aufzufallen, nutzten wir Macs‘ geklaute Lizenz, mit der er den Sprengstoff Baby (also Baradium Bisulfat) zum Asteroiden transportieren konnte und verkleideten Ran aufgrund seines Bekanntheitsgrads als Kel’Dor mit Atemmaske und – aufgrund der niedrigen Temperaturen – Fellkapuze. Die Moff befand sich, als wir ankamen, bereits auf ihrem Rundgang, der von Ran ins Auge gefasste Sklavenaufstand hatte bereits stattgefunden, war aber niedergeschlagen worden, und die Rädelsführer sollten auf der Landeplattform exekutiert werden. Eine Prozedur, die ohne moffliche Aufsicht nicht vonstatten gehen würde, weshalb wir beschlossen, da mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sirash sorgte mit seinen Technik-Skills dafür, dass die Old Lady fluguntüchtig war (sich aber mit Umlegen eines Schalters wieder instandsetzen ließ) und wir langwierige Reparaturen vorschützen mussten. Dabei positionierten wir ‚Baby‘ in der Lagerhalle ziemlich genau unter dem Geschützturm auf deren Dach. Na ja, letztlich ging dann alles ganz schnell. Die Rädelsführer sollten hingerichtet werden, Dinge explodierten, Imperiale stürzten in den Tagebaukrater – unser Transporter war die einzige Möglichkeit, die Moff aus der Schusslinie zu bringen, dabei fielen zufällig noch mehr Imperiale unserem friendly fire zum Opfer, und zufällig entkamen auch noch die Rädelsführer. Jetzt vegetieren nur noch etwa 5990 Sklaven in den Minen vor sich hin. Den Galgenhumor sein lassen? Yes, Siiir!

Auf dem Weg ins Gluatra-System, das sich kürzlich der Rebellion angeschlossen hat, haben wir versucht, herauszufinden, wie ernst die Moff ihre Desertation meint (diesen Imperialen ist nicht zu trauen, das wissen wir noch aus der Akte Orunitia Fel …), aber die Zeit reichte einfach nicht, bevor uns beim Sprung in das System ein sehr merkwürdiger Funkspruch erreichte: Die Orbitbaustellen Gluatras seien gesperrt aufgrund von Piratenanschlägen und wir sollen uns ein Wettrennen mit einem anderen Schiff zum Raumhafen liefern. Hm, die Stimme klingt seltsam, das Grunzen lässt auf Gamorreaner oder Ugnaught schließen, würde ich sagen … Wir liefern uns kein Rennen und kommen am Raumhafen an. Ran weiß zu berichten, dass auf den Orbitbaustellen an Technik geforscht wird, um einen Planeten im Alderaan-System terrazuformen, so dass ein neues Alderaan entstehen kann … Falls man überhaupt das kulturelle Erbe eines ganzen Planeten wiederherstellen kann. Ähm … tschuldigung. Ja, ich weiß, es ist dein Heimatplanet … *räusper* Jedenfalls wurden wir mit der Moff zu einer improvisierten Tagung gebeten, bei der eine Konsulin daran gelegen ist, Moff Prennis den Planeten zu zeigen – oder dem Planeten vorzuführen? Ich bin da misstrauisch, aber mein Job ist getan, und Propaganda klingt ganz nach Rans Ressort. Die seltsamen Gestalten, die sich das Wettrennen mit uns liefern wollten, stellen sich als bunter Haufen heraus, die die Chefwissenschaftler von Gluatra beschützen und die Anschläge auf den Orbitstationen vereiteln wollten. Eine ist tatsächlich Gamorreanerin. Dann haben wir da noch Slee, diese linke Bazille, ich kenn ihn von früher, und er soll die Nummer mit der Black Sun ja nicht noch mal mit mir versuchen. Dann eine Frau mit pinkem Cowboyhut, Oona – mehr kann ich gar nicht zu ihr sagen, ohne dass es jetzt Details wären, die dich eh nicht interessieren, Ahnuka … *hust* Und der letzte im Bunde war Dr. Smeik, stellvertretender Chefwissenschaftler aus dem Volk der Bival, die auf Gluatra eine zweite Heimat gefunden haben, nachdem ihr Heimatplanet einer biochemischen Katastrophe zum Opfer fiel. Na ja, ein paar von uns erklären sich bereit, ein Auge auf Moff Prennis zu halten, die anderen brechen auf, um herauszufinden, was es mit den Piraten auf sich hat, die die Explosion in der Orbitstation auf dem Gewissen haben. Ich bin mir sicher, Slee, die linke Bazille, kennt den Weg ins Piratennest im Snack-Herren-System oder wo auch immer. Snacarus? Ah, okay. Ich will ihn jedenfalls im Auge behalten. Dass er sich hertraut, nach allem, was er abgezogen hat! Zusammen mit Oona (dieser Hut …), Macs, Slee und einer sehr introvertierten Mechanikerin namens Shigg brachen wir also nach Snack-Harris auf. Auf dem Weg wird uns schon klar, dass wohl ein linkes Spiel gespielt wird: Die Konsulin stellt die Moff bloß, indem sie verkündet, dass diese an der Zerstörung von Snackaris schuld ist, man ihr aber dennoch gern vergeben würde – das scheint nicht jeder so zu sehen, und entweder ist die Konsulin sehr dumm – oder sie will sich an Prennis rächen. Zudem erhalte ich ein Holo von Ran, in dem dieser mich bittet, ein Auge auf Macs zu haben – es ist möglich, dass er gekauft ist. Von wem, weshalb? Keine Ahnung, die Verbindung bricht ab. Okay, ich hab ein Auge auf Macs. Macs scheint das eher seltsam zu finden. Und Slee muss ich ja auch noch im Auge behalten. Man hat schon Stress als Rebellenagent!

Im Snakkaris-System setzen wir uns auf die Spur von Loo’ba Forn, einer Twi’lek, Shishaak, einem Wookiee und ihrem Chef ‚das Auge‘. Alle drei werden wir am ehesten in der Schmugglerhochburg Shady’s im schrottdurchsetzten Orbit des unbewohnbaren Planeten finden. Lotsen kommen an Bord, wir werden mit nem guten Corellianischen Brandy in unsere Kabinen gebeten, während sie das Schiff zur Shady’s steuern. Von mir aus, solange der Schnaps gut ist … Slee und Macs scheinen da nicht unbeliebt zu sein – ich weiß nicht, ob ich das zu ihren Gunsten gelten lassen soll …

Shigg schien aus irgendeinem Grund sehr besorgt darüber, dass uns die Old Lady unterm Hintern zerbricht, meine Aufmerksamkeit galt jedoch eher Oona und ihrem Hut, weshalb ich da vielleicht was nicht richtig mitbekommen habe. Slee darf für uns bürgen, und wir gehen an Bord des Shady’s. Eine sehr günstige Dienstleisterin gibt uns den Hinweis, dass wir Shishaak im VIP-Bereich finden werden, zusammen mit seinen Kumpanen, die soeben ein Bekennerholo nach Gluatra gesendet haben. Aber Piraten sabotieren nicht einfach so Wissenschaft – da muss mehr dahinterstecken; ein Auftraggeber!

Meine Idee, Oona als Stripperin, ähm, Tänzerin mit Lichtpeitsche und allem drum und dran anzubieten, gelingt. Ich als ihr Manager und Shigg als Licht- und Soundtechnikerin werden für den Abend in den VIP-Bereich gelassen. Slee und Macs müssen sich auf andere Weise Zugang verschaffen. Sie fliegen runter zum Planeten, um dort irgendeinen Schnickschnack zu besorgen und erhalten dafür genügen Credits und Credibility, um in den plüschigen VIP-Bereich gelassen zu werden, pünktlich zur Pole-Dance-Time. Leider offenbart mir Oona in letzter Sekunde, dass der Wookiee sie erkennen wird – hätte sie das mal vorher gesagt, hätte ich sie direkt als Twi’lek ausgegeben, aber jetzt ist es dafür zu spät. Shigg will sie mit der Lichttechnik verschleiern, doch Oona ist so nervös, dass sie ständig beim Tanzen außerhalb des Bereichs zu sehen ist, den Shigg maskiert. Ich versuche, mich zu Loo’ba zu setzen, um sie in ein Gespräch zu verwickeln, doch als der Wookiee die Bühne stürmt, im Versuch, Oonas Arme auszureißen, eskaliert die Situation recht schnell zu einer Unterhaltung über Blastermündungen. Also über Blastermündungen hinweg, wir haben uns nicht über Blastermündungen unterhalten … ach, du verstehst schon. Loo’ba ist jedoch einverstanden damit, dass wir uns auf neutralem Grund treffen. Sie lässt ihren Blaster zurück und lässt uns in ein Separee vorgehen. Dann schließt sie die Tür und leitet Giftgas hinein.

Yeah. Great.

Shigg entdeckt hinter einem Plüschvorhang eine Luftschleuse, und wir sehen durch das kleine Fenster, dass sich der Hangar direkt unter uns befindet, denn es landet just ein Schiff darin. Wir öffnen die Luftschleuse einen Spalt, bis fast alle Luft aus unserer Kammer entwichen ist, dann öffnen wir sie ganz und airlocken uns selbst. In der Schwerelosigkeit tauchen wir durch das Kraftfeld in den Hangar, hustend, spuckend und mit Eis bedeckt. Es waren nur ein paar Sekunden, aber ich habe trotzdem stundenlang ein Stechen in der Lunge, und ich glaube, Shigg hätte es ohne den kleinen Droiden, den sie wegen der Lichtshow dabei hatte, nicht geschafft. Als wir uns gerade aufrichten, fliegen Loo’ba und Shishaak mit einem Schiff an uns vorbei, diese Kriffer! Aber wir haben unser Schiff auch in Reichweite und folgen ihnen. Keine Ahnung, wo sie hin sind, aber Gluatra schien eine naheliegende Vermutung; Chaos und Anarchie stiften. Als ich versuche, Kontakt zu Ran aufzunehmen, dringt ein Funkspruch von ihm durch, in dem er uns bittet, sie an Landeplattform 4 abzuholen. Man versucht zwar, uns in den militärischen Bereich umzuleiten, und der Raumhafen sieht chaotisch aus, aber wir fälschen einen Fehlerreport, mit dem wir ausschließlich nur auf Plattform 4 landen können. Man lässt es uns durchgehen – Gluatra ist eben nicht das Imperium.

Im Raumhafen herrscht Unruhe: Die Übertragungen von Spähdroiden sind auf Bildschirmen zu sehen, bei denen die Moff und die anderen auf seltsamen Echsenviechern fliehen. Unsere Freunde versuchen, per Turbolift zu uns zu gelangen, doch die Menge tobt und fordert: „Rache für Snacarus!“ Die Übertragung wird jedoch plötzlich von einem Propagandaholovid überschrieben, das Rans Handschrift trägt (für den Kenner zu erkennen 😉 ). Wir versuchen, der verdammten Moff und unseren Freunden den Weg mit Stunblastern freizuschießen, doch plötzlich tauchen die verdammte Twi’lek und der Wookiee wieder auf und entführen Dr. Smeiks Chef Dr. Phlox. Ich habe keine Ahnung, wer das ist, aber eine plötzliche Woge des Hasses schwappt über uns und der Menge zusammen, und wir haben nur die Wahl, Hals über Kopf zu entkommen oder dem Hass nachzugeben. Ich muss zugeben, dass die 12 Sekunden im luftleeren Raum mich schon recht emotional angeschlagen zurückgelassen haben, und deshalb gebe ich meiner Rachsucht nach, um die verdammte Twi’lek zu verfolgen. Bei mir sind Oona und Shigg, aber auch Dr. Smeik, der seinen Chef aus ihren Klauen retten will.

Dr. Phlox wird von den Piraten zu ihrem Raumschiff gebracht, Dr. Smeik gelingt es noch, einen Sender auf ihrer Außenhülle anzubringen. Wir verlangen von der Raumhafenbehörde ein Schiff, um die Verfolgung krimineller Subjekte aufzunehmen, und kriegen eine Yacht – ohne Bewaffnung … aber sehr schnell. Und mit intaktem Blaumilchspender.

Überraschung: Die Piraten springen erneut in den Snaccarrus-Sektor (wenn ich jemals ein Formular ausfüllen soll, Ahnuka, musst du mir noch verraten, wie man den verdammten Mond schreibt!). Dort wollen uns die Lotsen aufhalten, denn niemand darf von der Position der Shady’s Raumstation wissen. Dass wir gar nicht dorthin wollen, sondern den Piraten auf den zerstörten Mond folgen, scheint sie nicht zu interessieren, so dass wir Tibannagasflaschen als Waffen improvisieren. Oder es versuchen. Leider explodieren sie uns mehr oder weniger im Gesicht, und während Oona mit Magnetschuhen auf der Außenhülle steht und ihre Pistolen sprechen lässt, gehen wir über Snacarus runter.

Aus dem Versuch, unseren Absturz auf dem verheerten Mond zu faken, wird ein tatsächlicher Absturz. Wir überleben ihn, die Yacht jedoch eher nicht. Mit Sauerstoff für 3 Klicks müssen wir 4 Klicks laufen. Für Shigg wird es erneut eng, die arme Rodianerin ist körperlich nicht so fit. Dr. Smeik gibt ihr seinen Rest-Sauerstoff und atmet für eine Weile gelassen die verseuchte Luft seiner Heimat. Imperiales Bombardement hat hier gezielt Giftstoffe freigesetzt, und Dr. Smeik faselt vernebelt davon, dass er derjenige war, der den Prozess zuvor simuliert hat und nicht wusste, dass seine Daten in die falschen Hände geraten würden. In einem verborgenen Bunkergang, in den uns das Peilsignal führt, ist die Luft abgestanden, aber sauber. Wir können aufatmen. Der Weg führt uns in einen großen runden Raum mit zwei Ebenen, zahllosen Konsolen, Wasserbecken und Holoprojektoren. Shigg kriegt eine Holosimulation ans Laufen. Sie entstammt dem kranken Hirn von Dr. Phlox – nachdem ihm die Regierung Gluatras ein Terraforming von Snacarus untersagt hat, will er die Technik nun nutzen, um Gluatra andersherum zu einem zweiten Snacarus zu machen und vollkommen zu vernichten. Bat-shit crazy!! Milliarden Lebewesen sollen für seine Rachsucht sterben!


Während die anderen die Entwicklung der Simulation betrachten, stehle ich mich schon mal auf den Catwalk, der zur zweiten Ebene führt, einer Schaltzentrale hinter Glas. Wäre doch gelacht, wenn wir den Irren nicht erwischen! Plötzlich stellen sich mir die Nackenhaare auf: Nasse Fußspuren auf dem Gerüst, die plötzlich abbrechen – ich strecke eine Hand aus und erforsche meine Umgebung mit … na ja, meinem Spinnensinn oder wie auch immer du das nennen willst. Ich erspüre, dass die Twi’lek unter dem Catwalk hängt, bereit, mich anzugreifen. Zum Glück habe ich die Augen geschlossen, denn nun flammt die Simulation hell auf und die anderen schreien geblendet auf. Kopfgeldjägerabschaum stürmt mit dem Wookiee in den Raum, um die Situation auszunutzen, und auch die Twi’lek will mir den Garaus machen, aber leider bin ich gerade so in mich versunken, dass ich sie mit einer einzigen Bewegung vom Gerüst auf den Rand eines Wasserbeckens darunter stoße.

Aus der Kommandozentrale flieht Dr. Phlox und verschließt das Labor um uns herum – natürlich mit seinen Schergen darin. Shigg spielt an irgendwelchen Kontrollen herum und überhitzt die Systeme – wir haben nur sehr wenig Zeit, bevor alles Leben in diesem Raum gegrillt wird. Da ich einmal ‚in the flow‘ bin (du weißt, dass die Sache mit dem Spinnensinn unter uns bleibt, oder, Sweetheart?), gelingt es mir, den geistig Schwachen klarzumachen, dass ihr Chef sie zum Sterben zurückgelassen hat, weshalb sie nun wild auf die Türen feuern statt auf uns.

Ganz professionell bleiben jedoch ‚das Auge‘, das irgendwo aus dem Verborgenen feuert, und der Wookiee auf Linie. Aber die Rechnung, die letzterer mit Oona offen hat, ist ein zweischneidiges (Licht-)Schwert, und deshalb gelingt es Oona ihn endlich, bei ihrer dritten Konfrontation, mit ihrer Lichtpeitsche fertigzumachen. Shigg bricht die Türen auf, wir entkommen dem Zerstörungscountdown mit zwei Kopfgeldjägern und nutzen deren Schiff (und die an Bord befindlichen Bacta-Patches), um ins Gluatra-System zu springen und die Bewohner zu warnen …


 

Sie mussten jedoch nicht mehr gewarnt werden … Das Imperium hatte Sternzerstörter in den Orbit geschickt, davon einer mit großen kugeligen Elementen, die sämtliche Hilferufe aus dem System blockierten und sämtliche Schiffe am Durchdringen der Blockade hinderten. Gleichzeitig lösen sich nun die Terraformingplattformen und streben dem Planeten zu. Terraforming wird in diesem Fall die vollständige Vernichtung Gluatras bedeuten! Das Imperium lässt uns jedoch landen – nur nicht wieder starten, und in einem Anflug von suizidalem Verhalten finden wir unsere Freunde am Raumhafen wieder, die gerade mit einem ganzen Haufen Sturmtruppler beschäftigt sind. Wir schießen sie da raus und treffen uns; erneut am Raumhafen, der jetzt jedoch brennt, in sich zusammenfällt und bei dem die Erde bebt … Die Moff lebt noch, die Konsulin ist nirgends zu sehen, und Ran hat aus irgendeinem Grund zwei Lichtschwerter dabei. Wir haben nur noch eine Chance, Milliarden Leben zu retten: Wir müssen das Terraforming aufhalten und die imperiale Blockade durchbrechen!

Ich finde, es ist an der Zeit, Eimerköpfe zu zerdeppern. Mit Ran, Slee, Oona und Moff Prennis schnappen wir uns ein paar Sturmtruppler-Uniformen, verhaften Ran und erhalten die Genehmigung, den Gefangenen an Bord des Interdictor-Sternzerstörers Inhibitor zu bringen. Dabei versorgt uns ein General namens Phrax Draxan mit Blendgranaten und Ionenminen. Letztere bringen wir im Shuttle an. An Bord der Inhibitor werden wir von einem Offizier zu den Zellblockbereichen gebracht, doch auf der Hälfte des Wegs überwältigen wir den Offizier, zwingen ihn uns zu sagen, wie wir zu den Reaktoren der Interdictor-Elemente kommen, stunnen ihn und drapieren ihn in seinem Büro. Zwei Sternzerstörer hängen im All neben der Inhibitor – wenn wir die Blockade aufheben wollen, müssen wir die Reaktoren, die ihnen am nächsten sind, so weit hochpowern, dass die Zerstörer in die Inhibitor gesogen werden. Und gleichzeitig müssen wir in der Lage sein zu entkommen, bevor es ein Feuerwerk gibt. Als unser Vorhaben bemerkt wurde und ein Alarm losging, zündeten wir die Ionenmine, so dass das Chaos komplett war und große Bereiche der Inhibitor auf Notstrom liefen.

Wir fanden den ersten Reaktorraum, ein massives, immenses Konstrukt, das zu überwältigen so ganz ohne Techniker gar nicht so einfach ist. Zudem ist hier nichts aus Metall – außer unseren Blastern, so dass diese an die Decke gezogen werden und unbenutzbar sind. Zum Glück gelingt uns ein Täuschungsmanöver – wir beordern einen kurzen Reaktortest, und als dieser anläuft, durchtrennen wir die Leitungen mit den Lichtschwertern, die nicht magnetisch sind. Komisch, das zweite ist rot – Ran sagt, er habe es der Konsulin abgenommen, die sich als irgendetwas Imperial-Bösartiges entpuppt hat. Wir fassen den Entschluss, dass Ran und Slee den Reaktorraum verteidigen müssen, während Oona und ich uns um den zweiten Reaktor kümmern. Das wäre vermutlich unser Heldentod geworden – aber du siehst, ich stehe noch vor dir, als Spoiler-Alarm: Wir haben überlebt.

Unsere Freunde auf der Planetenoberfläche lockten mit einem Täuschungsmanöver den zweiten Sternzerstörer von seinem Posten, so dass wir nun nur noch darauf warten mussten, dass der eine verbliebene Sternzerstörer in die Inhibitor gesogen wurde.

Da spürte Ran eine dunkle Erschütterung der Macht – die Konsulin war auf dem Weg zu uns! Wir postierten uns am Zugang zum Reaktor, zu allem entschlossen. Wir verteidigten den Gang mit Rauchgranaten – doch dann kam die Konsulin, um ihre rote Klinge zurückzufordern. Und was für ein Recht habe ich zu behalten, was ihr gehört? Als ich es ihr zuwarf, wurde sie von Slee, Ran und Oona so abgelenkt, dass es ihr leider nicht gelang, das Lichtschwert zu fangen. Ich muss wohl auch versäumt haben, die Klinge auszuschalten, denn das Miststück wurde von ihrem eigenen roten Schwert an die Wand genagelt. Danach wurde alles sehr chaotisch, denn der Sternzerstörer krachte durch die Hülle der Inhibitor, der Reaktor überlud sich, es kam zu Explosionen, Kettenreaktionen, Licht und Krach, und wir rannten um unsere Leben.

Wir erreichten einen der Escape Pods zusammen mit einem einsamen Sturmtruppler und der Moff. Slee wurde von einem Metallträger erwischt, der Moff ein Arm und ein Bein zerquetscht – aber wir haben es alle überlebt!

Noch während der Griff der explodierenden Inhibitor nachließ und uns in die Atmosphäre von Gluatra entließ, versuchten wir, Kontakt zu unseren Freunden aufzunehmen – vergeblich. Nur statisches Rauschen …

Als wir auf dem Planeten landeten, sprang die Home One in den Orbit und erklärte Gluatra als unter dem Schutz der Rebellenallianz stehend. Das Imperium zog sich zurück. Das Terraforming war aufgehalten, doch unsere Freunde fanden dabei den Tod … Sie haben im Alleingang alle drei Terraformingplattformen zerstört und Milliarden Leben gerettet. Und alles, was sie gekriegt haben, ist eine verdammte Statue.

Na ja. Damit haben sie mehr als all die Lebewesen, die dem beginnenden Terraforming bereits zum Opfer gefallen sind. Gluatra ist kein zweites Snacarus, aber es war verdammt knapp, und es sind viele dabei gestorben. Außerdem wird das Imperium wiederkommen, und ihre Fähigkeit, aufständische Planeten zu vernichten, haben sie ja bereits unter Beweis gestellt. Wo geht es jetzt für uns hin? Ich habe was von einem Eisplaneten gehört …? Ach ja, Agent Dume out. Gehen wir einen trinken? Ich hab gehört, Ran hält in dieser Mon Cala-Bar in Deck C nen Tisch frei.“

*nach mehreren Corellian Brandys *

„Ichab noch was, wasich dir sagen muss, Ahnukaliebes, mussaber unter uns bleiben. Wir ham Notsignal von diesem Macs gekriegt. Ist der Explosion entkommen. Will aber ingokn… annyno… also, will nich, dass das jemand weiß. Aber pssschhht!“

3 Kommentare zu #RSWE

  • Tobi  says:

    Das ist lang … und sehr cool. 🙂

  • […] hier aufhalten, aber es verdiente, fand ich, hier honoriert zu werden. Mehr zum RSWE gibt’s drüben in Judiths Blog nachzulesen, sowie ab Sonntag im DORPCast zu hören. Und sonst? Der Oktober war ein irrer Monat, […]

  • Curima  says:

    Ich fand es auch als Nicht-Teilnehmerin des RSWE sehr cool zu lesen! Klingt nach einem tollen Wochenende!

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